Start-up kooperiert mit Sage

Eine Partnerschaft auf Augenhöhe

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Start-ups und etablierte Groß-Unternehmen unterscheiden sich kulturell für gewöhnlich stark. Dass sie trotzdem unkompliziert und auf Augenhöhe kooperieren können, zeigt die Zusammenarbeit des Start-ups clickbits mit dem ERP- und HR-Software-Anbieter Sage.

clickbits ist 2011 mit seiner cloudbasierten Arbeitszeiterfassung „clockodo“ in den Markt gestartet und überzeugt inzwischen über tausend kleine bis mittlere Firmen, Freiberufler und Selbständige vor allem durch ein verblüffend einfaches Handling und liebevoll gestaltete Screens, die für Anwenderfreude bei der täglichen Zeiterfassung sorgen.

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Die Software „clockodo“ unterstützt kleine bis mittlere Firmen, Freiberufler und Selbständige bei der täglichen Zeiterfassung

clickbits neuer Partner, die international aufgestellte Sage Group, gehört unter anderem zu den führenden Anbietern von ERP- bzw. HR-Lösungen für den Klein- und Mittelstand. Mit ihrem Lohnabrechnungstool „Sage Entgelt & Personal“ setzt Sage – ähnlich wie clickbits mit „clockodo“ – auf maximale Vereinfachung für User. Die Komplementarität und die vergleichbare Philosophie hinter der Nutzerführung sind der Grundstein für die Partnerschaft der beiden – auf den ersten Blick ungleichen – Unternehmen.

Die beiden clockodo-Entwickler und Gründer des sieben Mann starken Start-ups berichten über ihre vielversprechende Konzern-Partnerschaft im Kurz-Interview mit Founderio Innovation:

Von wem ging die Initiative zur Kooperation aus?

Moritz Hofmann: „Sage ist auf uns zugekommen. Der Manager für strategische Partnerschaften hat uns kontaktiert, da er ergänzende Software-Lösungen für „Entgelt & Personal“ suchte.“

Welche gegenseitigen Erwartungen/Zielvorstellungen an die Partnerschaft wurden im Vorfeld formuliert?

Thomas Romanek: „Die Partnerschaft sollte den Kunden beider Firmen eine funktionale Ergänzung bieten. Darüber hinaus erhofften wir uns durch die Kooperation eine größere Bekanntheit im Kundenstamm des Partners.“

Moritz Hofmann und Thomas Romanek

Die Gründer hinter clockodo: Moritz Hofmann (links) und Thomas Romanek (rechts) von der Firma clickbits

War die Entwicklung der Kooperation einem festen Prozess unterworfen, der von Sage vorgegeben wurde?

Moritz Hofmann: „Nein, die Ausgestaltung der Kooperation war zu Beginn noch offen. Der Grundgedanke war, dass beide Produkte technisch sehr ähnlich sind (SaaS-Modell, einfache Bedienbarkeit) und sich funktional ergänzen. Auf dieser Basis suchten wir nach Möglichkeiten, dem Kunden eine durchgängige Lösung zu bieten. Rund zwei Monate nach den ersten Gesprächen haben wir eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die die rechtlichen Rahmenbedingungen absteckte. Grundlage war eine von Sage standardisierte Online-Partner-Vereinbarung aus der Rechtsabteilung der Firma.“

Wie war der Umgang miteinander? Eher förmlich oder freundschaftlich?

Thomas Romanek: „Von beidem etwas: eher förmlich, aber sehr freundlich. „Sage Entgelt & Personal“ ist eine eigene, recht junge Abteilung bei Sage, die bewusst „Start-up-Charakter“ hat, was auch in großen Teilen so übermittelt wird. Trotzdem bemerkt man die Integration in die Konzernstrukturen und -gepflogenheiten.“

Fühlt sich die Kooperation nach Partnerschaft auf Augenhöhe an?

Moritz Hofmann: „Ja, von Beginn an! Sämtliche Entscheidungen darüber, wie die Zusammenarbeit aussehen soll, wurden zusammen getroffen. Sage hat hier keine wesentlichen Bedingungen diktiert. Wir konnten jederzeit eigene Ideen einzubringen und haben immer gespürt, dass beide Partner für beide Produkte einen Mehrwert schaffen wollten.“

Wie weit wurden die anfangs gesteckten Ziele erreicht?

Thomas Romanek: „Die funktionale Verknüpfung von „Sage Entgelt & Personal“ mit „clockodo“ ist seit März dieses Jahres aktiv. Seitdem bieten wir beide auf unseren Produktmarketing-Seiten offensiv die komplementären Lösungen des anderen an und stehen mit Sage im Kontakt, um Supportfragen zu klären. Einige Kunden haben bereits die Schnittstelle ausprobiert, und das gegenseitige Marketing hat auch zu zusätzlichen Registrierungen geführt. Um den Erfolg der Partnerschaft zu bewerten, ist es aber noch viel zu früh. Wir freuen uns trotzdem schon jetzt, den Schritt getan zu haben und mit einem bekannten Partner operieren zu können.“

Welche Schritte in der Kooperation sollen noch folgen?

Moritz Hofmann: „Wir beobachten die Schnittstellen-Nutzung intensiv und werden sie – wo immer möglich – noch weiter verbessern. Dabei setzen wir vor allem auf das Feedback der Kunden. Außerdem hat sich schon jetzt eine weitere Verknüpfungsmöglichkeit ergeben, die bereits genutzt wird: Sage bietet unser Tool seit Kurzem als Zusatzmodul für die Handwerker-Lösung „HWP“ an. Vielleicht bieten sich künftig auch mit anderen Produkten aus dem Sage-Spektrum Optionen zur Co-Vermarktung an.“

Vielen Dank für die spannenden Einblicke und weiterhin viel Erfolg!

Nutzer von Sage Entgelt & Personal finden im Sage Blog, clockodo Nutzer im clockodo Blog nähere Informationen zur Kooperation.

Mehr zum Thema Startup-Kooperationen lesen Sie in unserem Artikel „Kooperationsformen zischen Startups und etablierten Unternehmen„.

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Berlin ist Treffpunkt innovativer Großunternehmen

Das bundesweite Netzwerk-Event INNOVATIONS meet INNOVATIONS versammelte zum zweiten mal Corporate Innovatoren in der Hauptstadt.

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Ein lebhaft genutzter Tischkicker, Lounge-Musik im Hintergrund und eine Stimmung wie beim Social Event eines Startups. Wer am Montag-Abend im Innovationhub SPIELFELD Berlin dabei war konnte denken, hier feiern Produktmanager, Onlinemarketer und Softwareentwickler eines Later-Stage-Startups. Doch die ausgelassene Stimmung war eines der Highlights des 2. bundesweiten Netzwerk-Events deutscher Corporate-Innovatoren.

Die führenden Startup-Qualitätsmedien Deutsche Startups, Gründermetropole Berlin und Venture TV, die Kooperationsplattform Founderio Innovation und die Mediendienstleister KNY Photographie und SPREEFACTORY hatten Bereichsdirektoren, Innovationsmanager und Programmdirektoren von Großunternehmen zu Fachvorträgen und Networking bei INNOVATIONS meet INNOVATIONS nach Berlin eingeladen.

Innovatoren kommen zum Networking nach Berlin

Mehr als 20 Vertreter u. a. aus Bonn, Frankfurt, München und zahlreichen neuen und etablierten Innovationsprogrammen am Standort Berlin folgten der Einladung trotz sommerlicher Temperaturen und Urlaubsfeeling. Philipp Brandts, Principal bei etventure, stellte den gespannten Gästen die wichtigsten Ergebnisse der gemeinsam mit der GfK erarbeiteten Deutschlandstudie zu Herausforderungen der digitalen Transformation in Großunternehmen vor.

In einer lebhaften Q&A-Session zur Integration digitaler Innovationen in Großunternehmen diskutierten u. a. Vertreter von Cube Global, Deloitte Greenhouse, des Deutsche Bank Innovationlabs, des DHL Innovationlabs, der Digitaleberatung etventure, von Roland Berger Digital und Siemens. Einhellige Meinung der meisten Unternehmensvertreter: Der schwierigste Schritt ist die Übernahme von Innovationen aus Labs und Startup-Garagen in den Geschäftsalltag der Konzerne.

Vertrauensvoller Austausch unter Innovatoren

Michael Hoffmann von VISA Europe Collab stellte als Partner des SPIELFELD Berlin “4 Diamonds” vor. Der Innovationsprozess des Zahlungsdienstleisters wurde denn auch gleich auf Smartphones festgehalten, um interessante Aspekte in die eigene Entwicklung zu übernehmen. Co-Gastgeber Prof. Dr. Björn Bloching von Roland Berger Digital fokussierte in seinem Impuls auf die Notwendigkeit von neuen Entwicklungen in einem geschützten Raum und der Fortentwicklung des etablierten Geschäfts.

SPIELFELD-Direktor Tobias Rappers gab in einem exklusiven Rundgang direkte Einblicke in die Arbeit des gemeinsamen Innovationhubs und wie Roland Berger und VISA mit Startups und Großunternehmen neue Ideen entwickeln und umsetzen. Mit Fug und Recht kann man den kollaborativen Ansatz der unterschiedlichen Partner als interessante Perspektive zur Unterstützung der digitalen Transformation von Unternehmen sehen.

Die schönsten Momente und einen individuellen Einblick in das 2. Netzwerk-Event deutscher Corporate-Innovatoren gibt es hier in einem exklusiven Moodboard:

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Eine der ersten Adressen für Innovatoren

Mehr als 200 Bereichsdirektoren, Innovationsmanager und Programmleiter zählt der exklusive Verteiler von INNOVATIONS meet INNOVATIONS bereits. Sie vertreten über 100 Unternehmen mit mehr als 80 externen Innovationsprogrammen. Fast 60 interne und externe Innovationsstandorte werden von Konzernen allein in Berlin betrieben – Tendenz weiter steigend. Das Netzwerk-Event deutscher Corporate-Innovatoren ist dabei eine der ersten Adressen, sich auszutauschen und zu vernetzen. Abgerundet wurde das Event mit einem informativen Goodie-Bag und dem aktuellen Themenheft “Innovation” der Kollegen vom Wirtschaftsmagazin brand eins.

Unternehmen mit eigenen oder gemeinsamen Innovationsprogrammen – z. B. Inkubatoren und Mentoring, Acceleratoren und VC-Beteiligungen, Innovationhubs und Corporate-Coworkingspaces – sind herzlich eingeladen, bei INNOVATIONS meet INNOVATIONS teilzunehmen. Startupvertreter, Wissenschaftler, Wirtschaftsförderer und Dienstleister sind leider ausgeschlossen. Das Netzwerk-Treffen ist eine geschlossene Event-Reihe für Weiterbildung und Vernetzung von Firmenvertretern.

* * *

Kontakt INNOVATIONS meet INNOVATIONS:
Christine Arnoldt, christine.arnoldt@askadvertising.de und
Thomas Keup, innovations@spreefactory.com

10 Beispiele für Kooperationen zwischen Startups und etablierten Firmen

Die Zusammenarbeit von etablierten Unternehmen und Startups eröffnet riesige Potentiale, von der beide Seiten profitieren können

Concept of business competition with big and small businessmen

Pioniergeist, Risikobereitschaft und eine zwanglose Kultur des Ausprobierens, Scheiterns und wieder Aufstehens, Lernens und Weiterentwickelns von Ideen zeichnet Startups aus. Ideale Voraussetzungen, um neue Technologien zu entwickeln und innovative Produkte auf den Markt zu bringen. Der Mittelstand profitiert besonders von der Zusammenarbeit mit Startups, da es in mittelständischen Unternehmen meist eine schlanke Organisation mit kurzen Entscheidungswegen und schnellen Reaktionsmöglichkeiten auf Marktentwicklungen gibt.

Im Folgenden einige Beispiele für die erfolgreiche Kooperation zwischen etablierten Unternehmen und innovativen Startups:

IABG und innosabi – Ideenlabor zur Digitalisierung
Das Münchner Startup innosabi unterstützt Unternehmen dabei, die kreativsten und erfolgreichsten Ideen ihrer Mitarbeiter herauszufinden. Grundlage hierfür bildet eine Software-Plattform für ein unternehmensinternes Ideenmanagement, auf der sich Mitarbeiter austauschen und ihre Vorstellungen hochladen können. Die Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft in Ottobrunn hat die Plattform in einer Betaphase getestet und vor allem den hocheffizienten Innovationsprozess hervorgehoben.

Orcan Energy und E.ON
Das Startup Orcan Energy hat effiziente Verfahren entwickelt, um aus Abwärme Strom zu erzeugen. In Zeiten der Energiewende können Unternehmen mit dem sogenannten ePack ihren ökologischen Fußabdruck senken und umweltfreundlicher produzieren. Dies überzeugte auch E.ON, das seit Mitte 2013 bei Orcan Energy eingestiegen ist. Die Kooperation rechnet sich auch finanziell, je nach Anwendung legt der Preis für die zurück gewonnene Energie bei bis zu sechs Cent pro Kilowattstunde.

Polarstern und die BKK VBU in Berlin
Das Münchner Startup Polarstern vertreibt Ökostrom und Ökogas, als Kernzielgruppe werden private Haushalte, Gewerbetreibende und der Einzelhandel angesehen. Polarstern hat sich ein engmaschiges Netz aus Kunden aufgebaut und ist auch in den sozialen Medien vor allem über Facebook und Twitter aktiv. Seit Frühjahr betreibt Polarstern eine fruchtbare Kooperation mit der BKK VBU in Berlin, die neben einer günstigen Belieferung durch Ökostrom sich viel vom zeitgemäßen Kundenmanagement des Startups abschauen kann.

Carpooling und Deutsche Bahn – Innovation per App
Carpooling entstand ursprünglich 2001 aus der Plattform Mitfahrgelegenheit.de heraus. Mittlerweile ist das europäische Mitfahrnetzwerk in neun verschiedenen Ländern aktiv und führt per App täglich über 10.000 Menschen zu Fahrgemeinschaften zusammen. Auf die Mobilitätsplattform wurde schließlich die Deutsche Bahn aufmerksam, was wenig später in einer dauerhaften Kooperation mündete. Die Bahn offeriert über das Netzwerk eigene Angebote und spricht dabei potentielle Kunden direkt an.

Lingoking und Paulaner
Lingoking ist ein Dolmetscher-Dienst, der mit Übersetzern in mehr als 40 Ländern weltweit aktiv ist. Wer schnell einen Übersetzer benötigt, erhält bei Lingoking schnell und unkompliziert Hilfe. Geschäfte direkt am Telefon gelten dabei als Kerngeschäft des Unternehmens. Das etablierte Unternehmen Paulaner profitierte davon, indem es innerhalb kürzester Zeit einen Lizenzvertrag ins Chinesische übersetzen ließ.

OnPage.org und Care.de
Das oberbayerische Startup OnPage.org hat sich auf die Suchmaschinenoptimierung von Internetauftritten spezialisiert. Während vor einigen Jahren noch das gezielte Platzieren von Keywords für ein hohes Google-Ranking ausreichte, müssen heute schon ausgeklügeltere Mechanismen angewendet werden, um ganz oben bei Google angezeigt zu werden. Gerade Unternehmen, die ihre Waren in einem eigenen Online-Shop vertreiben, sind auf eine gute Suchmaschinenoptimierung angewiesen. Care.de ist eine gemeinnützige Organisation, die durch Spenden den Hunger in der Welt lindern und notleidenden Menschen helfen möchte. Um möglichst viele potentielle Spender über das Internet anzusprechen, muss eine gezielte Suchmaschinenoptimierung erfolgen.

Explainr und die Sira GmbH
Explainr ist ein Startup, das sich auf die Erstellung von Erklärfilmen für Unternehmen spezialisiert hat. Kunden dieser Unternehmen müssen nicht länger seitenlange Betriebsanleitungen durchforsten und schlafen dabei fast ein, sondern erhalten die relevanten Informationen in einem kompakten und oftmals auch amüsanten Erklärfilm präsentiert. Dies spart Zeit und klärt Kunden über die Leistungen des Unternehmens auf. Die Sira GmbH als international operierender Rohr- und Anlagenbauer setzt solche Animationsfilme etwa ein.

Vemcon und Kinshofer
Vemcon ist ein Startup, das sich auf die Steuerungstechnik mobiler Arbeitsmaschinen spezialisiert hat. Das experimentierfreudige Team von Vemcon hat beispielsweise für den Baugerätehersteller Kinshofer eine ausgeklügelte Baggersteuerung entwickelt.

DyeMansion und EOS
Das Startup DyeMansion hat eine Färbelösung für die 3D-Druckindustrie entwickelt. Das weltweit operierende Unternehmen EOS kooperiert mit DyeMansion, da stabile, kostengünstige und skalierbare Färbelösungen für die Weiterentwicklung von Additive-Manufactoring-Anwendungen ein entscheidender Bestandteil sind.

NFWare und Maxfield Capital
Das Software-Startup NFWare entwickelt virtuelle Lösungen für die Telekommunikationsbranche, mit dem Ziel, Router durch virtuelle Programme zu ersetzen.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Startup-Unternehmen zur Unterstützung ihrer mittelständischen Firma sind, können Sie auf founderio-Innovation.com geeignete Partner finden.

INNOVATIONS meet INNOVATIONS in Berlin

Netzwerk-Event deutscher Corporate-Inkubatoren geht in die zweite Runde

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“Software is eating the world” – prophezeit Netscape-Erfinder Marc Andreesen. Der Berliner Visionär Johannes Kleske pointiert im Interview auf Gründermetropole Berlin: “Jedes Unternehmen wird ein Tech-Unternehmen sein.” Seriengründer Daniel Höpfner kündigt an, dass sich der ‘German Mittelstand’ “warm anziehen muss”. Deutschlands Firmenlenker sind gefordert.

Jeder 3. DAX-Konzern betreibt bereits externe Innovationslabore, z. B. als Inkubatoren oder Acceleratoren für Startups. Zu den bekanntesten “Startup-Garagen” in Berlin zählen Axel Springer Plug & Play, der Hubraum der Deutschen Telekom, der Microsoft Accelerator und You Is Now der Scout-Gruppe. Hinzu kommen neue Innovationshubs, wie die DB Mindbox, das Deutsche Bank Innovationlab, der Lufthansa Innovationhub oder SPIELFELD von VISA und Roland Berger.

Deutschlands führende Startup-Medien laden ein

Die Startupmedien Deutsche Startups, Gründermetropole Berlin und Venture TV, die Kooperationsplattform FOUNDERIO Innovation und die Partner iLIKE.MEDIA, KNY Photographie und SPREEFACTORY laden Vertreter von Inkubatoren, Acceleratoren und Innovationlabs jetzt zum 2. Netzwerk-Treffen deutscher Corporate-Innovatoren nach Berlin ein. Der Eventverteiler umfasst mittlerweile mehr als 150 Geschäftsführer und leitende Mitarbeiter von über 90 Programmen aus ganz Deutschland.

Ende Mai werden sich Deutschlands Corporate-Innovatoren im neuen Innovationhub SPIELFELD Berlin treffen, den VISA Europe Collab zusammen mit Roland Berger betreibt. Das Innovation-Event macht jedesmal an einem anderen Inkubator, Accelerator oder Innovationlab halt. Damit haben die Teilnehmer die Chance, immer wieder neue Programme und Besonderheiten kennenzulernen und von den Erfahrungen anderer “Startup-Garagen” zu profitieren.

Die Deutschlandstudie von etventure und der GfK

Gast des 2. Innovation-Events ist die Digitalberatung etventure. Sie stellt ihre neue “Deutschlandstudie” vor: Vorstände und Führungskräfte von 2.000 deutschen Großunternehmen wurden von der GfK Nürnberg zur Digitalen Transformation und zur Zusammenarbeit mit Startups befragt. Ein Ergebnis: Fast jedes dritte Unternehmen arbeitet bereits mit Startups, um einen besseren Zugang zu Technologien zu bekommen und Innovationen schneller umzusetzen.

Mit “INNOVATIONS meet INNOVATIONS” bieten die Corporate-Startup-Partner Innovationsmanagern und Programmdirektoren einen geschützten Raum, um sich aus erster Hand zu informieren und mit Kollegen anderer Programme vertrauensvoll auzutauschen. Startups, Wirtschaftförderer und Dienstleister im Startup-Ökosystem sind von der Teilnahme ausgeschlossen, denn die Eventreihe dient der Weiterbildung und Vernetzung für Firmenvertreter.

Ein geschützter Raum für Corporate-Innovatoren

Seit dem erfolgreichen Auftakt von “INNOVATIONS meet INNOVATIONS” mit 20 Vertretern von 60 Programmen am 4. April d. J. im Unicorn.Berlin melden sich jede Woche zahlreiche Innovatoren neu an, u. a. aus den Bereichen Finanzen und Versicherungen, Automotive und Logistik sowie Energie oder Lebensmittel. Unternehmen betreiben allein in Berlin mehr als 40 externe und interne Programme, so die Recherchen von Co-Veranstalter SPREEFACTORY. Und immer mehr Großunternehmen kommen dazu.

Unternehmensvertreter, die Innovationsprogramme aufgesetzt haben, eigene oder gemeinsame Inkubatoren, Acceleratoren oder Innovationlabs betreiben und mit Startups zusammenarbeiten, können sich in den Gästeverteiler von “INNOVATIONS meet INNOVATIONS” aufnehmen lassen. Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch nur für Firmenvertreter möglich. Interessenten können Ihre Anfrage an christine.arnoldt@askadvertising.de schicken.

Deutschlands Innovationsmanager networken in Berlin

Netzwerk-Event deutscher Corporate-Inkubatoren geht in die nächste Runde

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Die Resonanz ist überwältigend: Von Bosch, Burda und Coca Cola, von Comdirect, Deloitte bis zur Deutschen Bank, von DPA, Helios bis zu Roland Berger, von RWE, Siemens und Telekom bis zu VISA und Volkswagen Financial Services. Die Gästeliste des 2. Netzwerk-Events Ende des Monats liest sich bereits jetzt wie das Who-is-who der deutschen Wirtschaft. Ob externes oder internes Innovationsprogramm, ob Inkubator, Accelerator, Innovationlab oder gemeinsamer Hub: Deutschlands Großunternehmen treffen sich in Berlin.

Die Startupmedien Deutsche Startups, Gründermetropole Berlin und Venture TV, die Kooperationsplattform FOUNDERIO Innovation und die Partner iLIKE.MEDIA, KNY Photographie und SPREEFACTORY haben Ende vergangenen Jahres beschlossen: ‘Als Partner im Startup-Ökosystem unterstützen wir innovative Unternehmen mit einer qualifizierten Plattform auf ihrem Weg in die digital-vernetzte Welt’. Das Ergebnis ist das führende Netzwerk-Event deutscher Corporate-Innovatoren “INNOVATIONS meet INNOVATIONS” in Berlin.

160 Innovatoren von über 90 deutschen Programmen

Über den Jahreswechsel recherchierten die Organisatoren 40 erste Kontakte zu Inkubatoren, Acceleratoren und Innovationlabs. Mit den Startup-Portalen Deutsche Startups und FOUNDERIO Innovation wuchs der Verteiler schnell auf 100 Kontakte an, heute sind es mehr als 160 von über 90 Konzernen. Zum Auftakt der Reihe begrüßten die Veranstalter bereits 20 führende Vertreter von Innovationsprogrammen aus Berlin, Hannover und München – mit äußerst positivem Feedback.

Beim ersten Get-together am 4. April d. J. im Premium-Coworking Unicorn.Berlin bereits mit dabei: Die Infrastruktur-Anbieter Deutsche Bahn und RWE, aus dem Consumerbereich die Scout-Gruppe und der Berliner Techstars-Accelerator, aus dem Bereich Finanzen die Royal Bank of Scotland und VISA sowie die Beratungshäuser KPMG und Roland Berger. Und so übernahmen VISA Europe Collab und Roland Berger das Hosting für das zweite Event Ende diesen Monats.

Hauptproblem Management- und Umsetzungsfehler

Gast des kommenden Corporate-Innovation-Events im SPIELFED Berlin ist die Digitalberatung etventure. Sie wird ihre neue “Deutschlandstudie” vorstellen: Vorstände und Führungskräfte von 2.000 deutschen Großunternehmen wurden von der GfK Nürnberg zur Digitalen Transformation und zur Zusammenarbeit mit Startups befragt. Ein Ergebnis der Studie: Häufig scheitern Digitalisierungsvorhaben in Großunternehmen an Management- und Umsetzungsfehlern.

Genau hier setzen die Veranstalter mit Kooperationsangeboten, Kommunikation, etablierten Medien und ihrer Produktion an.  Mit der exklusiven Eventreihe bieten sie Innovationsmanagern und Programmdirektoren vor allem aber einen geschützten Raum, um sich aus erster Hand zu informieren und mit Kollegen anderer Programme auszutauschen. Startups, Wirtschaftförderer und Dienstleister sind jedoch ausgeschlossen, denn die Eventreihe dient der Weiterbildung und Vernetzung für Firmenvertreter.

Partnerschaften und ein qualifizierter Anlaufpunkt

Unternehmensvertreter, die Innovationsprogramme aufgesetzt haben, eigene oder gemeinsame Inkubatoren, Acceleratoren oder Innovationlabs betreiben und mit Startups zusammenarbeiten, können sich in den Gästeverteiler von “INNOVATIONS meet INNOVATIONS” aufnehmen lassen. Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch nur für Firmenvertreter möglich. Interessenten können Ihre Anfrage an christine.arnoldt@askadvertising.de schicken.

Erfolgreiche Innovationen mit Leadern, Trust und Followern

von Thomas Keup, Journalist, PR-Spezialist und Unternehmer

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Geschäftsprozesse und Veränderungsmanagement, Prototypen und Schnittstellen, Investitionsmittel und Beteiligungen – die aktuelle Infografik zum 1-jährigen Bestehen des Lufthansa Innovation Hub auf Deutsche Startups zeigt, was für innovative Unternehmen wichtig ist: neue Kunden und Kooperationspartner, Multiplikatoren und Medien. Doch warum konnte die interessante Infografik von Lufthansa nicht einfach veröffentlicht werden?

Im Lufthansa Innovation Hub scheint die interne Kommunikation mit Konzerntöchtern und Mitarbeitern gut zu funktionieren. Ähnliches kann ich von Startupbootcamp Berlin und anderen Programmen bestätigen. Doch wie sieht es beim Austausch mit Communities und Medien aus? Nicht selten wissen Konzern-Pressestellen und PR-Agenturen nur wenig über die eigenen “Startup-Garagen”.

Innovationskommunikation: Top-down oder Bottom-up?

Ein Kernproblem von Innovations-PR ist die unterschiedliche Kommunikation von Corporates und Startups. So unterschiedlich die Organisationen, ihre Arbeitskultur und die Geschäftsmodelle sind, so unterschiedlich sind die Kommunikationsstile. Als Aktiengesellschaft und mit Investoren sind beide Seiten gleichermaßen zurecht zurückhaltend. Stellt sich die Frage: Wie können etablierte Player öffentlich Vertrauen aufbauen, um mit jungen Playern zusammenzuarbeiten?

Schauen wir uns zunächst die traditionelle Kommunikation von Unternehmen an:

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In der B2B-Kommunikation (grüner Bereich) geht es um den Austausch zu Geschäftsprozessen, die Verständigung zu Herausforderungen und persönliche Erfahrungen zu Verbesserungen. Stimmen unternehmerische Grundsätze und angebotene Möglichkeiten überein, spricht man über konkrete Ziele und Maßnahmen einer Zusammenarbeit. So beginnt in der Regel jedes klassische Geschäft – auf Anbieter- wie auf Nachfragerseite.

In traditionellen Unternehmen sind Kommunikationsprozesse meist “top-down” aufgesetzt, kümmern sich Stabstellen um definierte Zielgruppen, wie Wirtschaftsjournalisten, Kapitalmarktanalysten und politische Multiplikatoren. Diese Bezugsgruppen sind in einem Innovationsprozess nur bedingt hilfreich, zumal, wenn es sich um ein externes Programm handelt.

In der Kommunikation von Innovationsprogrammen sieht es in der Regel so aus:

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Inkubatoren, Acceleratoren und Innovationlabs bieten Gründern und Startups kommunikativ (grüner Bereich) vor allem Know-how-Transfer durch Workshops und Mentoring sowie die Vernetzung mit Experten, Investoren und Industriepartnern. Ob daraus ein konkretes Geschäft werden kann und ob es messbare Erfolge geben wird, ist nicht immer sofort erkennbar.

Die in der Lufthansa-Infografik aufgezeigten “Challenges” zur Umsetzung der Innovationen in den Tochtergesellschaften, zum Auffinden neuer Trends und Technologien für den Verbund sowie zu Investitionen in fortschrittliche Neugründungen durch Konzern und externe Partner unterstreichen die Unsicherheit der “Startup-Garagen” und Innovationlabs. Dabei ist der Lufthansa Innovation Hub nur ein Beispiel von vielen.

Innovationskommunikation: Von “One Voice” zu “One Message”

Soziale Filter – wie Transparenz, Aktivitäten und Popularität – ersetzen bei 25- bis 49-Jährigen heute technische Filter (wie den Google Such-Algorithmus), um Produkte, Unternehmen und ihr Verhalten zu beurteilen. Um als traditionelles Unternehmen bei jungen “Startuppern” nicht auf die Nase zu fallen, helfen ein paar Regeln. So gelten aus den Social Media Relations diese 4 C’s:

  • Contentrelevante Inhalte
  • Contextgeeignet vermittelt
  • Connectivityfair verbunden
  • Continuitydauerhaft präsent

Leider hört bei der Kommunikation der soziale Faktor mangels Know-how häufig schnell auf. Das Geheimnis von Innovations-PR ist aber die kontinuierliche Ansprache und Unterstützung von Techis oder Nerds mittels wertvoller Beiträge und offener Angebote. Stellt sich für Marketing- und PR-Manager von Innovationsprogrammen die Schlüsselfrage:

‘Was sollen wir über Monate hinweg erzählen, wenn es (noch) keine Ergebnisse gibt?’

Nutzer, Kunden und Interessenten tauschen heute ihre Meinungen zu Produkten und Anbietern sozial-vernetzt aus – und teilen diese mit Freunden. Wenn Firmen es schaffen, auf ähnlichem Weg nah, direkt und authentisch zu sein, werden sie ernstgenommen und dürfen “dabei sein”. Leider werden Inhalte gern offiziell verlautbart, wirken Texte gestelzt und die Präsenz selbstverliebt.

Häufig herrscht heute noch eine “One Voice”- statt “One Message”-Policy. Um Nutzer für Inhalte zu interessieren, müssen sie relevant sein und diese Kriterien erfüllen:

  • persönlichvon Mensch zu Mensch
  • prägnant ohne “Buzzword-Bingo”
  • passendim Kontext präsent.

“Innovation distinguishes between a leader and a follower.” Apple-Co-Founder Steve Jobs bringt damit auf den Punkt, worum es geht: “Verrückte”, Nerds und Techis sind die Innovativen. Konzerne, Business Developer und Innovationsmanager sind die “Follower”. Damit wird die Richtung der Kommunikation deutlich. Das richtige Verhältnis zwischen “Leadern”, Trust und “Followern” ist Basis für eine erfolgreiche Kommunikation von Innovationen.

Wie das praktisch funktionieren kann, verrate ich in einer persönlichen Vorstellung des Konzepts “Trusted Business Relations”. Die beiden Infografiken im Beitrag sind ein Auszug aus der umfangreichen Präsentation. Wer gezielt nach Partnern für seine Innovationsprojekte sucht, sollte sich über das Scouting von Startups und Unternehmern bei Founderio Innovation informieren. Gründer und Geschäftsführer Christoph Baier steht unter contact@founderio.com persönlich Rede und Antwort.

Gemeinsam haben wir ein neues Netzwerk für Innovationsprogramme initiiert. Dazu gehören die Startup-Magazine Deutsche Startups und Gründermetropole Berlin und die Medien-Dienstleister iLike.Media (Videos) und KNY Photographie (Fotos). Wer sich über die Möglichkeiten von PR, Foto, Video und Text plus Veröffentlichung im Startup-Medienverbund informieren will, ist bei unserer Kollegin Christine Arnoldt unter christine.arnoldt@askadvertising.de an der richtigen Adresse.

“Wer sparen will, muss investieren”

10 Antworten, wie Acceleratoren erfolgreich PR machen (Teil 2)

Inkubatoren für den Reifeprozesse von Ideen, Acceleratoren für die Entwicklung von erfolgreichem Geschäft und Innovationslabs für die vertrauliche Zusammenarbeit von etablierten und jungen Unternehmen. Mehr als 60 Großunternehmen haben ihre Produktentwicklung bereits in die Startup-Szene ausgelagert.

Thomas Keup berät und betreut mit SPREEFACTORY und im Verbund mit führenden Startup-Medien und Dienstleistern Innovationsprogramme, wenn es um Kommunikation und Marketing geht. Im 2. Teil unseres Interviews (Teil 1 hier) verrät er uns, wie man den richtigen Dienstleister findet – und wie die Unterstützung ganz praktisch aussieht.

  1. Wie unterscheiden sich PR-Spezialisten und Agenturen untereinander, damit ich entscheiden kann, wer zu mir passt?

Aus meiner Sicht gibt es vor allem einen kulturellen Unterschied, der sich in der Art und Weise des Arbeitens von Spezialisten und Agenturen bemerkbar macht: Auf der einen Seite stehen Anbieter, die mir mit “Quick Wins” im “Short Term” schnelle Effekte versprechen – z. B. in der Veröffentlichung von Medienberichten. Das kann für meine KPIs interessant sein.

Auf der anderen Seite stehen Anbieter, die “Mile Deep Thinking” in den Mittelpunkt stellen und vor allem im “Long Term” nachhaltige Erfolge anstreben. Unterm Strich stehen sich also “Performance” und “Relationships” gegenüber und es kommt drauf an, was man selbst für sinnvoll und wichtig erachtet. Ich stehe auf der Seite eines nachhaltigen Beziehungsmanagements.

  1. Wo würden Sie als Auftragnehmer negativ reagieren und sich in der Suche womöglich weitere Optionen eröffnen?

Als Hörfunk-Journalist höre ich vor allem aktiv hin, was und wie ein potenzieller Partner kommuniziert. Meine Schlüsselfrage lautet: Betreibt mein Gegenüber permanentes “Overselling”, kommuniziert mein Gesprächpartner realistisch oder verkauft sich mein potenzieller Partner möglicherweise sogar unter Wert, betreibt also “Underselling”.

Für mich ist die “goldene Mitte” immer eine gute Entscheidung. Ich mag weder einen “Hubschrauber”, der ständig Staub aufwirbelt, noch ein “Mauerblümchen”, dass sich am liebsten unterm Tisch verstecken würden. Offen, fair und direkt sind für mich gute Kriterien in der Bewertung von Dienstleistern. Schließlich geht es um Kommunikation mit Medien und Partnern.

  1. Wer wäre für Sie dann der ideale Geschäftspartner, wenn es um das Marketing und die PR von Programmen geht?

Ich unterscheide an dieser Stelle in persönliche Verankerung und langjährige Erfahrungen, die ich einkaufe. Habe ich an der Spitze einen “Streetsmart”, der mir zwar alles verkaufen kann, aber nichts richtig sorgfältig macht? Oder habe ich einen “Booksmart”, der alles perfekt bis ins Details versteht, aber nicht so richtig auf die Straße bringt?

Neben der Verankerung meines künftigen Partners spielt der Erfahrungsschatz eine wesentliche Rolle: Für ein B2B-Projekt mit komplexen Geschäftsprozessen ist ein B2C-Kenner mit “Klingelton-Erfahrungen” eher ungeeignet. Gleiches gilt im Umkehrschluss für schnelle B2C-Projekte und langfristig denkende B2B-Experten.

  1. Wie kann ich die konkrete Leistung beurteilen, die ich für mein Marketing und meine PR einkaufe?

Viele Spezialisten und Agenturinhaber sind in der Öffentlichkeit präsent. Sie halten Vorträge und veröffentlichen Gastbeiträge. In der Art und Weise, wie sie etwas sagen oder schreiben, kann ich herausfinden, ob sie das Know how besitzen, das ich suche. Das beginnt z. B. bei Begriffen wie “Success driven” vs. “Trusted relationships” – spricht “kurzfristig” vs. “nachhaltig”.

Inhaltlich kann ich persönliche wie schriftliche Aussagen in werbliche, journalistische und juristische Kompetenz unterscheiden. Ein Werbetexter mit Fokus auf Endkunden wird mir eher keine guten Geschäftskundenunterlagen erstellen können. Ein Journalist muss schon sehr gut sein, um emotionalisierende Marketingtexte entwickeln zu können.

  1. Zu guter Letzt: Wie können Sie zusammen mit Ihren Kooperationspartnern Innovationsprogrammen besser helfen, als andere?

So, wie Werbung und PR bzw. Marketing und Kommunikation als zwei Seiten ein und der selben Medaille zusammengehören, gehören auch PR-Beratung, Medienproduktion und Presseveröffentlichungen zusammen. Genau hier setzen wir mit SPREEFACTORY, Deutsche Startups, Founderio Innovation, Gründermetropole Berlin, KNY Photographie und iLike.Media an.

Ein Partner allein bietet ein qualifiziertes Teilangebot. Sechs Partner können im Verbund eine Menge Abstimmungsbedarf ersparen, optimal abgestimmte Ergebnisse liefern und obendrein auch noch Einiges an Kosten reduzieren. Wenn ein Programm mit unserem Verbund kooperiert, müssen die Partner nicht sechs Mal Vertriebskosten einrechnen. So einfach ist das.
Vielen Dank für die offenen Worte!

“Wer sparen will, muss investieren”

10 Antworten, wie Acceleratoren erfolgreich PR machen (Teil 1)

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Mehr als 60 führende Großunternehmen engagieren sich in der deutschen Startup-Szene, mehr als 30 Programme laufen in der Startup-Metropole Berlin, 25 Firmen positionieren sich mit eigenen und gemeinsamen Inkubatoren, Acceleratoren und Innovationlabs. Jeder 3. DAX-Konzern ist bereits aktiv – Tendenz weiter steigend.

Wie können Innovationsprogramme ganz praktisch mit Marketing und Kommunikation erfolgreich sein – und das über das 1. Jahr hinaus? Founderio sprach mit Thomas Keup, der als langjähriger PR-Spezialist in IT-Industrie und Tech-Szene zusammen mit Startup-Medien und Produktionsfirmen Innovationsprogramme aktiv unterstützt.

  1. Zum Einstieg eine ganz persönliche Frage: Wie finden Sie die Inkubatoren, Acceleratoren und Innovationshubs, die es heute gibt?

Ich finde die Idee hervorragend, die Produktentwicklung auszulagern, fernab der eigenen Verwaltung eine “Garage” oder ein “Lab” zu eröffnen und dort Startups und Techis für sich zu interessieren – und so das eigene Geschäft auf die nächste Stufe zu heben. Aus meiner Sicht ist diese Methode für Corporates und Startups ein besonders interessantes Modell.

Entscheidend für den Erfolg eines solchen Innovationsprogramms ist für mich die Art und Weise, Techis & Gründer für sich zu gewinnen. Ich glaube, dreimonatige Startup-Klassen mit Pitch-Contest, Mentoring-Sessions und Demo-Day greifen in Zukunft zu kurz. Der Grund: Der Konkurrenzkampf der Programme über die besten Köpfe und Ideen wird immer intensiver.

  1. Wie können aus Ihrer Erfahrung Programme heute und in Zukunft erfolgreich sein und neues Geschäft entwickeln?

Genau darum geht es: Neues Geschäft entwickeln, eine neue “Line of Business” generieren. Es reicht aus meiner Sicht nicht aus, alle drei Monate mit einem Brimborium die eigene “Coolness” zu unterstreichen. Von Deutscher Bank, Klöckner, Roland Berger, RWE oder VISA hört man wenig. Und genau deshalb sind die Programme dieser Firmen in Berlin für mich umso interessanter.

Ein Kommunikationsgrundsatz lautet: “Wenn Du nichts hörst, dann passiert es eigentlich.” Denn wenn ich mich um meine “Hausaufgaben” kümmere, kann ich nicht umherposaunen. Und wenn ich mich auf die Bühne stelle, mache ich eigentlich nichts produktiv für meine Entwicklung. Das gilt privat wie geschäftlich. Also wer kümmert sich um die neue Line of Business?

  1. Was sind aus Ihrer Sicht die Grundvoraussetzungen, um ein Innovationsprogramm kommunikativ zum Erfolg zu führen?

Sorgfältige Vorbereitung und professionelle Umsetzung sind aus meiner Sicht das A und O in Kommunikation und Marketing. Dies gilt für ein Innovationsprogramm ebenso, wie für die Konzernkommunikation auf der einen Seite und Startup-PR auf der anderen Seite. Mit Schnellschüssen á la Pitch-Contests und Startup-Classes trifft man aus meiner Sicht eher selten ins Ziel.

Henry Ford sagte, das die Hälfte seines Werbebudgets verschenktes Geld sei. Dieser Grundsatz gilt bis heute. Das Geheimnis ist, Werbung (bzw. Marketing) und PR (z. B. Presse & Event) im richtigen Zusammenspiel zu nutzen. Hier habe ich mit “Trusted Business Relations” das Zusammenspiel sichtbar gemacht (siehe Beitrag vom 09.02.16).

  1. Wo hakt es aus Ihrer Sicht bei der Kommunikation und im Marketing von Inkubatoren und Acceleratoren am Meisten?

Viele Programme investieren zwar in Standort und Marketing, bei der Kommunikation sieht es dann eher blass aus, ist nicht mehr drin als ein “Junior”-Mitarbeiter statt 10% Budget fürs Marketing. Da werden B2C-Agenturen angeheuert, obwohl man ein Programm für B2B-Kooperationen mit Geschäftspartnern aufgesetzt hat. Da stimmt aus meiner Sicht etwas nicht.

Eines möchte ich auf den Punkt bringen: Wer sparen will, muss investieren – in Know how, Manpower und Kontinuität. Wer mit Artikeln von Praktikanten, Anzeigen in letzter Minute und Portokassen-Budgets von max. 500,- € professionell mit Kunden kommunizieren möchte, sollte entweder zaubern können oder es lieber ganz sein lassen. Das ist meine Meinung.

  1. Welche Möglichkeiten habe ich in Marketing und PR, externe Unterstützung für mein Programm einzukaufen?

Zunächst gilt es sich zu überlegen, ob man mit einer Agentur, einem Spezialisten oder einer Kombination aus Beidem zusammenarbeiten will. Das hängt vor allem vom vorhandenen Budget ab. Eine Agenturrechnung beinhaltet immer Overheadkosten, die eingepreist werden. Wer also mit schmalerem Budget optimale Ergebnisse erzielen will, ist mit einem Freelancer besser dran.

Eine Spezialistenrechnung wird allerdings ebenfalls höher ausfallen, wenn langjähriges Know how vermittelt wird. Wer 24 Jahre Journalismus, 18 Jahre Kommunikation und 12 Jahre IT-Erfahrung zum Dumpingpreis erwartet, kann nicht mit kompetenten Partnern rechnen. Gerade in Sachen nachhaltiger Geschäftsentwicklung zahlt sich Qualität aus.

Wie man geeignete Dienstleister für Marketing und PR findet und worauf man bei der Auswahl von Partnern achten sollte, lesen Sie im 2. Teil unseres Interviews mit dem Berliner Startup-PR-Spezialisten Thomas Keup. Außerdem erfahren Sie, wie Deutsche Startups, Founderio Innovation und Gründermetropole Berlin gemeinsam Inkubatoren und Acceleratoren unterstützen.

Corporate-Innovatoren treffen sich jetzt in Berlin

Neues Austauschformat für Innovationsentscheider "Innovations meet Innovations"

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“Business ist ein Knäuel menschlicher Beziehungen.” Dies gilt für Startups ebenso, wie für VCs und Corporate-Innovationsprogramme. Unsere Kooperationsplattform vernetzt Unternehmen und Startups. Ab sofort vernetzen wir zusammen mit unseren Partnern auch Inkubatoren, Acceleratoren und Innovationlabs in Deutschland. Am 4. April trafen sich führende Unternehmensvertreter erstmals zum Networking in Berlin.

“Der Beweis für den Erfolg von Innovationsprogrammen namhafter Unternehmen ist bis heute noch nicht erbracht!” Prof. Dr. Julian Kawohl von der HTW Berlin schrieb am Montag, den 4.4.2016 Innovationsmanagern, Programmdirektoren und leitenden Mitarbeitern von Innovationsprogrammen Einiges ins Stammbuch. In einer exklusiven Präsentation vor 20 Vertretern namhafter Inkubatoren, Acceleratoren und Innovationsprogrammen sprach der renommierte Berliner Wissenschaftler hinter verschlossenen Türen Tacheles.

Unsere Vermittlungsplattform Founderio Innovation lud zusammen mit den Qualitäts-Medien Deutsche Startups und Gründermetropole Berlin sowie bekannten Partnern aus der Startup-Szene zum ersten Netzwerkevent für Vertreter von Inkubatoren, Acceleratoren und Innovationlabs ins Premium Co-Working Unicorn.Berlin ein. Ziel der exklusiven Weiterbildungs- und Netzwerkveranstaltung: Eine Plattform für Corporate-Innovatoren, ihre Ziele und Möglichkeiten.

Das “Who is who” deutscher Corporate-Innovatoren

Von mehr als 60 in Deutschland aktiven Konzernen und ihren 25 Inkubatoren und Acceleratoren trafen sich 20 Vertreter erstmals zu ihrem neuen, regelmäßigen Netzwerkevent in Berlin. Mit dabei aus dem Bereich Infrastruktur-Anbieter die Deutsche Bahn und RWE, aus dem Bereich Consumer die Metro und die Scout-Gruppe, aus dem Bereich Finanzen die Royal Bank of Scotland und VISA sowie die Beratungshäuser KPMG und Roland Berger.

Unser Partner “StartupTV” hat den Abend mit Kameras begleitet, Innovatoren und Partner interviewt und die wichtigsten Highlights im Film zusammengefasst:

In vertraulichem Rahmen diskutierten die Unternehmensvertreter Stärken und Herausforderungen ihrer Innovationsprogrammen und tauschten sich über Möglichkeiten und Grenzen von Pitch-Contests, Startup-Batches und der Integration von Innovationen in etablierte Unternehmen aus. Da das Event unter Ausschluss von Startups, Dienstleistern und Öffentlichkeit stattfindet, konnten die Firmenvetreter offen reden, da die Meisten keine Konkurrenz sind.

Fotograf Stefan Kny hat bei unserem Netzwerkpartner Gründermetropole Berlin ein umfassendes Moodboard mit den schönsten Momenten des Innovatoren-Meetings veröffentlicht:

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Eventorganisator SPREEFACTORY und Askadvertising kündigten im Unicorn.Berlin bereits das kommende Event an. In wenigen Wochen treffen sich Innovationsmanager und Programmdirektoren in einem Kreuzberger Innovationslab, um sich upzudaten und weiter auszutauschen, damit sie ihre Programme zum Erfolg führen können. Founderio freut sich auf ein Wiedersehen und viele neue Gäste aus ganz Deutschland. Interessenten können sich bei christine.arnoldt@askadvertising.de in den exklusiven Gästeverteiler aufnehmen lassen.

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Mehr zum Thema auf unserem Blog:

Erfolgreiche Innovationen mit Leadern, Trust und Followern:

http://blog.founderio.com/erfolgreiche-innovationen-mit-leadern-trust-und-followern/

Kooperationsformen zwischen Startups und etablierten Firmen

(Gastbeitrag auf Deutsche Startups):

http://blog.founderio.com/kooperationsformen-zwischen-startups-und-etablierten-unternehmen/

Wie finde ich den/die passende/n Co-founder?

In den vergangen zwei Jahren sind immer wieder GründerInnen über die Startup Clinics an uns herangetreten mit der Herausforderung eine/n passende/n MitgründerIn zu finden. Als verantwortlicher Doktorand der HR & Culture Clinic habe ich GründerInnen jeweils persönlich getroffen und um sie  bei der Suche nach potenziellen Co-FounderInnen zu unterstützen. Es trat dabei weitaus häufiger auf, dass technische MitgründerInnen gesucht wurden als MitgründerInnen, die in erster Linie über betriebswirtschaftliche Kompetenzen verfügen. Oftmals waren die GründerInnen bereits seit Monaten auf der Suche, teilweise sogar länger als ein ganzes Jahr. Deshalb gab es schon seit geraumer Zeit die Idee eine Veranstaltung zum Thema Co-Founding zu organisieren.

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Vor wenigen Tagen widmeten wir daher unsere Aufmerksamkeit im vierten Startup Clinics Talk der Frage »Wie finde ich den/die passende/n Mitgründer/in?” Das Event fand im Rahmen vonGründen Live 2015 in der Factory Berlin statt. Unser ExpertInnen-Panel bestand dieses Mal aus Anna Rojahn (Gründerin, Fast Forward Imaging), Sarah Hoffmann (Director People & Organization, HitFox / FinLeap), Chris Baier (Gründer, founderio), Michael Pütz (Gründer,DaWanda), Philippe Bopp (Gründer, machtfit), Sebastian Klein (Gründer, Blinkist) sowie dem Moderator des Abends Mark Möbius (Gründer, StartupMatch). Auf Gründerszene ist bereits ein Artikel zu unserer Veranstaltung erschienen, der die diskutierten Erkenntnisse aus der ExpertInnenrunde super zusammenfasst. Dieser Blogbeitrag soll der Ergänzung dienen, in dem ich fehlende Aspekte aufgreifen möchte, die in der bisherigen Besprechung zu kurz gekommen sind.

Abbildung 1: von links nach rechts: Sebastian Klein, Chris Baier, Anna Rojahn, Mark Möbius, Michael Pütz, Philippe Bopp und Sarah Hoffmann

Zunächst sollte sich jede/r GründerIn mit einer eigenen Idee fragen, welche weiteren Kompetenzen zur Umsetzung seines/ihres Gründungsvorhabens tatsächlich erforderlich sind und welche humanen, sozialen und finanziellen Ressourcen ihm/ihr gegebenenfalls fehlen. Konkrete Fragen könnten zum Beispiel sein: Habe ich alles was es braucht um die eigene Idee alleine umzusetzen oder fehlen mir zum Beispiel wichtige Programmierkenntnisse oder bestimmtes Marketing- und Vertriebswissen? Ist die Anzahl an relevanten Kontakten meines eigenen Netzwerks (zu potentiellen Partnern, Kunden, Mitarbeitern, Mentoren, Investoren etc.) groß genug? Reichen die verfügbaren finanziellen Mittel aus um die Gründung erfolgreich umzusetzen? Dies sind u. a. wichtige Fragen, die eine Grundlage für einen anschließenden Co-FounderIn-Auswahlprozess bilden sollten. Sollte es nichts dergleichen fehlen, kann es durchaus eine Option sein alleine zu gründen. Mangelt es dagegen an bestimmten Kompetenzen, die bereits zum Zeitpunkt der Gründung erforderlich sind oder will man als GründerIn lieber mit anderen Personen zusammen arbeiten und  entscheiden ist eine Solo-Gründung die falsche Option.

Tatsächlich werden mehr als 75% aller Startups im Team gegründet (DSM 2014). Demzufolge findet in welcher Form auch immer bei drei von vier GründerInnen ein Suchprozess statt. Es ist dabei immer am naheliegendsten die Suche bei den eigenen Kontakten zu starten. Mögliche Quellen können zum Beispiel FreundInnen, aktuelle und ehemalige KollegInnen oder KommilitonInnen oder u. U. auch die eigene Familie sein. Noam Wasserman’s Modell (siehe Abbildung 1) aus dem Buch »The Founder’s Dilemmas” zeigt, dass es neben den engeren Kontakten auch noch das indirekte Netzwerk gibt, das aus gemeinsamen Bekannten und verschiedenen weiteren Kontakten zweiten Grades besteht. Sofern man jedoch im direkten und indirekten Kontaktnetzwerk niemanden findet, gibt es auch die Option mit »Fremden” zu gründen.

 

Abbildung 2: Gründen, mit wem? Quelle: Noam Wasserman, The Founder’s Dilemmas (2012) Eigene Darstellung

Abbildung 2: Gründen, mit wem? Quelle: Noam Wasserman, The Founder’s Dilemmas (2012) Eigene Darstellung

Für letztgenannte Alternative gibt es auf der Suche nach potenziellen Co-FounderInnen im Internet bereits zahlreiche Portale auf die man zurückgreifen kann. Beispiele sind u. a.founderio.com (ehemals mitgründer.com), founder2be.com, startupsucht.com odercofounderslab.com. Hier kann man als suchende/r GründerIn entweder selbst annoncieren oder aber interessante KandidatInnen mit den passenden Kompetenzen proaktiv kontaktieren. Darüber hinaus gibt es auch bei den bekannten Online-Netzwerken wie XING, LinkedIn oderFacebook bestehende Gruppen, die sich explizit dem Thema Co-Founding widmen. Auch Veranstaltungen können ein vielversprechender Weg sein, um eine/n passende/n MitgründerIn zu finden. In Berlin gibt es zum Beispiel eine knapp 2.000 MitgliederInnen große Meetup-Gruppe namens Co-Found Berlin, die sich etwa einmal im Monat an wechselnden Orten der Stadt trifft.

Unsere eingeladenen ExpertInnen betonten immer wieder, wie wichtig es sei, mit anderen so viel und so oft wie möglich über die eigene Idee zu sprechen. Nur so hätte man gute Chancen am Ende jemand Passenden zu finden. Des Weiteren lernt man durch das Feedback aus den Gesprächen und kommt auf diese Weise sehr wahrscheinlich selbst schneller zur erfolgreichen Umsetzung der eigenen Idee. Keine gute Idee sei es hingegen dem Gegenüber im ersten Schritt ein Non-Disclosure Agreement (NDA) auszuhändigen, welches zunächst unterschrieben werden muss bevor man tatsächlich über die eigene Geschäftsidee reden kann1. In unserer Diskussionsrunde herrschte daher Konsens darüber, dass die Ausführung am Ende mehr zählt als die tatsächliche Idee an sich.

Die ExpertInnen vertraten mehrheitlich die Auffassung, dass es die perfekte Person vermutlich nicht geben wird und das man »einfach anfangen, einfach machen” sollte, sofern Bauch- und Kopfgefühl grundsätzlich stimmen. Wichtig sei es als Team die gleichen Werte, Visionen (evtl. auch Arbeitsweisen) und eine gemeinsame Begeisterung zu teilen. Sofern diese Begeisterung oder Leidenschaft fehlt und man das Gefühl hat jemanden für die Sache zu sehr überzeugen zu müssen, sei dies vermutlich nicht der oder die richtige GründungspartnerIn. Laut vorherrschender ExpertInnenmeinung in der Diskussionsrunde sind Lernwilligkeit, Leidensfähigkeit, Drive, Selbstreflektion und Optimismus weitere wichtige Schlüsselkompetenzen die es im Prozess ebenfalls zu prüfen gilt. Selbst bei direkten Absagen kann es hilfreich sein den/die Gegenüber nach weiteren Kontakten zu fragen. Möglicherweise hat der/die GesprächspartnerIn wiederum jemand aus seinem/ihrem unmittelbaren Umfeld im Hinterkopf, der oder die sowohl von der Idee überzeugt sein könnte als auch auf persönlicher und fachlicher Ebene ins Team passen würde.

Falls sich jedoch alle Beteiligten ein gemeinsames Miteinander vorstellen können, sollte man schnellstmöglich damit beginnen über die gegenseitigen Erwartungen zu sprechen und diese idealerweise auch schriftlich festzuhalten. Dies umfasst sowohl die geplante Aufteilung bzw. Verteilung der Anteile, das Level an Commitment, das jede/r bereit ist in das Projekt zu stecken als auch die grundsätzliche Rollen- und Verantwortungsaufteilung. Wenn man bereits im zweiten, dritten oder vierten Gespräch frühzeitig darüber spricht, können spätere Missverständnisse womöglich vermieden werden. Sofern auch hier Einigkeit besteht ist eine Zusammenarbeit auf Probe zu empfehlen in der man versucht herauszufinden, ob sich das anfänglich gute Gefühl bewahrheitet. Ein gemeinsamer Urlaub auf engsten Raum kann zum Beispiel zeigen, ob man tatsächlich ein richtig gutes Gründungsteam bildet.

Sofern man zu einem späteren Zeitpunkt feststellt, dass die Zusammenarbeit nicht funktioniert, sollte man am Besten schnell das Gespräch suchen, ausführlich miteinander sprechen und versuchen die Dinge zu klären und aus dem Weg zu räumen. Falls dies nicht möglich ist, so dürfe man auch keine Angst vor einer Trennung haben, erklärte eine der anwesenden ExpertInnen.

Wer das Event verpasst hat, kann sich im nachfolgenden Video selbst einen Eindruck des Talks verschaffen.

Der Audio-Mitschnitt zur Veranstaltung ist ab sofort hier verfügbar.


1 Einzige Ausnahme stellen in diesem Fall Gründungen dar, bei denen später Patente angemeldet werden sollen. Über technische und schützenswerte Aspekte sollte daher besser nicht gesprochen werden.

Quellen:

  • Noam Wasserman 2012, The Founder’s Dilemmas
  • Sven Ripsas & Steffen Tröger 2014, Deutscher Startup Monitor

Dieser Beitrag ist Teil der regelmäßig erscheinenden Blogartikel der Doktoranden des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft. Er spiegelt weder notwendigerweise noch ausschließlich die Meinung des Institutes wieder. Für mehr Informationen zu den Inhalten dieser Beiträge und den assoziierten Forschungsprojekten kontaktieren Sie bitte info@hiig.de. Artikel von . Veröffentlicht am